Joy

Tiergestützte Pädagogik bei den Ruhrknirpsen

Wie schon Alexander Mitscherlich (Psychoanalytiker / Schriftsteller) so treffend sagte:

 

" Der junge Mensch braucht Seinesgleichen- nämlich Tiere. Überhaupt Elementares.

Wasser, Dreck, Gebüsche, Spielraum. Man kann ihn auch ohne das alles aufwachsen lassen, mit Stofftieren oder auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es. Doch man soll sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundtugenden nie mehr erlernt."

 

Die tiergestütze Pädagogik nutzt die positive und einmalige Wirkung der Tiere bei der Erziehung und Bildung. Das Tier kann die Kontaktaufnahme zu schwer zugänglichen Kindern hilfreich unterstützen und erleichtert den Erziehern den Zugang. Die positive Wirkung von Tieren auf die menschliche Entwiklung ist schon lange bekannt. Der vierbeinige Freund dient als Ruhepol im Alltag, man kann mit ihm kuscheln, ihn streicheln, die Lautstärke in der Gruppe wird reguliert, unruhige Kinder werden ausgeglichener und entspannter. Er ist ein Motivater, denn ängstliche und zurückhaltende Kinder bekommen Mut und wachsen über sich hinaus. Der Hund dient als Trostspender, er gibt auf seine eigene Art und Weise so viel.

 

Joy

In unserer Einrichtung bereichert die Labradorhündin Joy, die uns im Alltag begleitet, dass pädagogische Geschehen. Joy ist die Hündin der Leiterin, Frau Dreyer, die auch die Pflege, die Versorgung, die Verantwortung und die Ausbildung übernimmt.

Joy besucht nur zusammen mit Frau Dreyer an mehreren Tagen in der Woche die Einrichtung.

Der jeweilige Zeitrahmen, in dem die Hündin aktiv eingesetzt wird, ist abhängig vom Gruppengeschehen, Tagesablauf, Aktionen und von der Befindlichkeit des Tieres.

Überwiegend hält Joy sich in dem Büro von Frau Dreyer auf, wo sie ihren festen Platz mit Hundekorb hat, der somit auch ein Rückzugsort ist.

Joy wird regelmäßig den Alltag der Kinder aktiv mitbegleiten. Sie wird mal eine Geschichte vorgelesen bekommen, mit den Jungen Ball spielen, faul auf der Wiese liegen, einen Wandertag begleiten oder ein Spiel im Gruppenraum beobachten. Die Kinder lernen in einem geschützten Rahmen den Umgang mit dem Hund, Signale zu deuten und werden selbstsicherer.

Gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeitern nehmen die Kinder ihre eigenen Gefühle, zum Beispiel wie Freude, Angst, Abneigung, Neugier und Unsicherheit wahr und lernen diese zu akzeptieren und damit umzugehen.

Die gemeinsamen Erfahrungen regen zu Gesprächsrunden und zum Austausch untereinander an, somit dient der Hund als Sprachanregung und fördert die verbale Kommunikation.